Ab dem 18. September entfällt am Flughafen München die 100-Milliliter-Regel. Möglich macht dies die Umrüstung der Sicherheitskontrollen auf CT-Scanner.
Reisende am Flughafen München können künftig deutlich einfacher durch die Sicherheitskontrolle. An allen Kontrollstellen dürfen ab dem 18. September Flüssigkeiten in Behältern mit bis zu zwei Litern Fassungsvermögen im Handgepäck mitgeführt werden. Auch Laptops und andere elektronische Geräte müssen nicht mehr separat vorgezeigt werden.
Grundlage für die Erleichterungen ist die Einführung moderner Computertomographen (CT) an den Sicherheitskontrollen. Die Geräte erstellen dreidimensionale Bilder des Gepäckinhalts und ermöglichen eine detailliertere Analyse von Flüssigkeiten. Dadurch können Wasserflaschen, Getränke, Gele oder Cremes bis zu einem Fassungsvermögen von zwei Litern im Handgepäck verbleiben.
Bislang galt die EU-weite Vorgabe, wonach Flüssigkeiten nur in Einzelbehältern von maximal 100 Millilitern und in einem transparenten Beutel mitgeführt werden durften. Diese Beutel mussten bei der Kontrolle separat vorgelegt werden. Mit der neuen Technik entfällt diese Anforderung in München vollständig.
Nach Angaben des bayerischen Verkehrsministeriums hat der Freistaat rund 45 Millionen Euro in die schrittweise Umrüstung investiert. Der Flughafen München verfügt derzeit über 44 Kontrollspuren mit CT-Technologie. Bis zu vier Passagiere können gleichzeitig ihr Handgepäck aufgeben. Pro Stunde lassen sich an einer Doppelschleuse mit zwei Spuren bis zu 520 Fluggäste kontrollieren, zuvor waren es etwa 325.
Eine Umsteiger-Kontrollstelle im Satellitengebäude wird noch bis Mai 2027 auf die neue Technik umgerüstet. Flüssigkeitsbehälter mit mehr als zwei Litern Fassungsvermögen müssen weiterhin im aufgegebenen Gepäck transportiert werden. Reisende mit Anschlussflügen sollten zudem die Vorschriften an den jeweiligen Umsteigeflughäfen beachten, da dort weiterhin abweichende Regelungen gelten können. (lb)

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