Eine Webfleet-Studie zeigt: Fuhrparks wollen stärker in digitale Lösungen investieren. KI und E-Fahrzeuge gewinnen dabei an Bedeutung.
Künstliche Intelligenz und Elektrofahrzeuge werden das Flottenmanagement in den kommenden Jahren deutlich verändern. Das zeigt eine internationale Studie von Webfleet anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Unternehmens. Befragt wurden 1.800 Fuhrparkentscheider in 15 Ländern, darunter 150 Entscheider aus Deutschland.
Demnach planen 91 Prozent der befragten Fuhrparkmanager, ihre Investitionen in digitale Flottenlösungen in den nächsten fünf Jahren zu erhöhen. Als wichtigste Gründe nennen sie mehr Effizienz, geringere Betriebskosten sowie eine bessere Fahrer- und Fahrzeugsicherheit.
Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen gelten laut Studie als zentrale Treiber für das Flottenmanagement. Weltweit erwarten 58 Prozent der Befragten, in den kommenden fünf Jahren KI einzusetzen. 23 Prozent nutzen entsprechende Anwendungen bereits heute, weitere 35 Prozent planen den Einsatz.
Die größten Potenziale sehen die Befragten in mehreren Bereichen:
Sorgen über den Einfluss von KI auf den eigenen Arbeitsalltag äußert weltweit nur rund jeder fünfte Fuhrparkmanager. Hemmnisse sehen die Befragten vor allem bei der Einbindung in bestehende Prozesse.
Auch in Deutschland wollen 91 Prozent der befragten Fuhrparkentscheider ihre Investitionen in digitale Flottenlösungen steigern. Fast die Hälfte nennt Effizienzsteigerungen und niedrigere Betriebskosten als Grund. 45 Prozent verweisen auf eine bessere Fahrer- und Fahrzeugsicherheit.
Bereits heute nutzen viele deutsche Fuhrparks digitale Anwendungen. Besonders verbreitet sind:
Beim Blick nach vorn nennen deutsche Fuhrparkmanager vor allem Fahrverhaltensanalysen, automatisiertes Reporting und das Management von Compliance-Aufgaben als Investitionsfelder. Weitere 35 Prozent planen, KI in den nächsten fünf Jahren einzusetzen. Die größten Bedenken richten sich in Deutschland auf Datenschutz und Datensicherheit.
Neben KI zählen Elektrofahrzeuge zu den wichtigsten Zukunftsthemen. Weltweit erwarten 85 Prozent der Befragten, dass sich die Zahl der Elektro- und Hybridfahrzeuge in ihrer Flotte in den kommenden fünf Jahren verändert. Unter den Fuhrparks mit erwartetem Wandel soll sich der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge nahezu verdoppeln: von derzeit 37 Prozent auf 63 Prozent bis 2029.
Auch deutsche Fuhrparkmanager rechnen mit einer deutlichen Verschiebung im Fahrzeugmix. Aktuell bestehen die befragten deutschen Fuhrparks zu 58 Prozent aus Verbrennerfahrzeugen und zu 35 Prozent aus reinen Elektro- oder Hybridfahrzeugen. Bis 2029 soll der Anteil der Elektro- und Hybridfahrzeuge auf 57 Prozent steigen.
Neben KI und Elektromobilität blicken Fuhrparkmanager auch auf autonomes Fahren. In Deutschland gehen 24 Prozent der Befragten davon aus, innerhalb der nächsten fünf Jahre mindestens ein autonomes Fahrzeug im Fuhrpark einzusetzen.
Die Studie zeigt damit: Flottenmanagement wird stärker digital, datenbasiert und elektrifiziert. Entscheidend wird sein, neue Technologien nicht nur einzuführen, sondern sie sinnvoll in bestehende Prozesse zu integrieren. (iz)

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