Audi-Modelle erhalten zum Modelljahreswechsel ein umfassendes Hard- und Software-Update. Die bemerkenswerteste Neuerung ist die integrierte Dashcam.
Mit dem Update für Modelle auf Basis der Premium Platform Electric (PPE) und Premium Platform Combustion (PPC) ziehen in die Audi-Baureihen A5, A6, Q5, A6 e-tron und Q6e-tron neue Features ein.
In puncto Hardware gibt es beispielsweise neue Scheinwerfer, bei der Software gibt es neue Features bei den Assistenz- und Entertainmentsystemen, die das Fahrerlebnis noch emotionaler, intuitiver und effizienter machen.
Audi steigert zudem die Effizienz der elektrischen Modelle der PPE und verbessert dazu die Rekuperation: Die Fahrzeuge können nun ohne Übergang zur konventionellen Reibbremse bis zum Stillstand verzögern. Damit wird der Anhaltevorgang besonders sanft und noch komfortabler. Die zusätzlich gewonnene Bewegungsenergie nutzt das Fahrzeug zur Rekuperation.
In vielen Märkten ist eine weiterentwickelte Form des Adaptiven Fahrassistenten verfügbar. Das Fahrzeug kann nicht nur eigenständig der Spur folgen, solange die Hände am Lenkrad bleiben, sondern jetzt auch bei einem vom Fahrer initiierten Spurwechsel auf der Autobahn unterstützen. Sofern möglich, kann der assistierte Fahrstreifenwechsel vom Fahrer durch Aktivieren des Blinkers initiiert werden, worauf das Fahrzeug in die gewünschte Fahrspur lenkt.
Audi erweitert außerdem die Funktionen rund um Parken und Manövrieren des optionalen Parkassistenten Pro. Der Rückfahrassistent übernimmt die Lenkung beim Zurücksetzen über die letzten 50 Meter, so wird das Rückwärtsfahren besonders in engen Straßen leichter. Der Manövrierassistent unterstützt in engen Parksituationen, um Beschädigungen zu vermeiden.
Besonders praktisch ist das trainierte Parken: Damit lassen sich fünf verschiedene Parkmanöver mit einer Länge von jeweils 200 Metern speichern und anschließend auf privatem Grund automatisiert ausführen. Das neue Garagenparken via Smartphone funktioniert auch ohne vorherige Vorbeifahrt. Voraussetzung ist der Parkassistent Pro mit Remote-Funktionalität, der im Paket „Tech Pro“ enthalten ist.
Beim Einstieg in die aufgewerteten Modelle fallen zunächst die neuen Lenkräder mit Multifunktion ins Auge. Einen Teil der bisherigen kapazitativen Schaltflächen für die Steuerung verschiedener Fahrzeugfunktionen im Virtual Cockpit hat Audi durch physische Bedienelemente ersetzt.
Bestandteil für alle genannten Modelle ist die neue Benutzeroberfläche, die bereits aus dem Q3 bekannt ist. Sie bietet eine deutlich vereinfachte Bedienung mit reduzierten Icons und klarer Struktur. Kunden können zwischen drei Modi für das Audi virtual cockpit wählen – dem klassischen Rundinstrument, der Navigationsansicht sowie der Integrierten Fahrerassistenzanzeige (IFA).
Die Funktionen des Audi Smartphone Interface sind in den aufgewerteten Modellen noch tiefer in das Infotainment integriert. Somit können Nutzer die Navigation, Medien und Telefonfunktion ihres Smartphones nicht nur auf dem MMI Touchdisplay, sondern auch auf dem Audi virtual cockpit und dem MMI Beifahrerdisplay spiegeln.
Dank der integrierten KI-Software ChatGPT wird die Bedienung funktionsübergreifend noch intuitiver. Navigationsziele und Entertainmentinhalte lassen sich auch durch vage Beschreibungen finden – etwa mit dem Sprachbefehl „das italienische Restaurant mit Blick auf den Rhein“ anstatt der Eingabe einer genauen Adresse.
Im vernetzten In-Car-Office können Geschäftsreisende z. B. über ihren verknüpften Account auf ihren Kalender und ihre E-Mails zugreifen. Der Audi assistant übernimmt dabei die Rolle eines digitalen Begleiters, der unterwegs bei der Organisation unterstützt und beispielsweise E-Mails vorliest oder verfasst.
Über die Sprachsteuerung können Fahrer nun auch eine Vielzahl an Fahrerassistenzsystemen bedienen und beispielsweise den Adaptive Cruise Assist oder die Abstandsregelung steuern. Zudem erkennt das System Verhaltensmuster und übernimmt sie automatisiert als Routinen.
Dies betrifft zum Beispiel das Aktivieren des adaptive cruise assist auf der Autobahn oder das Anheben des Fahrzeugs über die Liftfunktion. Diese kommt zum Beispiel beim Überfahren eines Bahnübergangs oder einer hohen Schwelle zum Einsatz.
Neu im Angebot ist eine optionale Dashcam, die direkt im Fuß des Innenspiegels verbaut ist. Die Kamera liefert hochauflösende 4K-Videos und erfasst das gesamte Geschehen vor dem Fahrzeug. Dank der High Dynamic Range-Technologie (HDR) sowie einem besonders lichtempfindlichen Sensor entstehen auch bei schwierigen Lichtverhältnissen detailreiche Aufnahmen.
Über eine eigene App im Zentraldisplay lassen sich Foto- und Videoaufnahmen einfach starten und stoppen. Die Ereignis-Funktion greift auf eine kontinuierliche Ringspeicher-Aufzeichnung zurück. Wird diese aktiviert – etwa automatisch bei einem Unfall –, speichert sie jeweils 30 Sekunden vor und nach dem Ereignis. Auf Wunsch kann die automatische Aufzeichnung auch durch bestimmte Aktionen wie das Aktiveren der Warnblinkanlage oder eine Notbremsung ausgelöst werden.
Alle Daten und Aufnahmen werden ausschließlich lokal auf einer SD-Karte gespeichert. Eine Übertragung aus dem Fahrzeug heraus findet nicht statt. Zusätzlich zu den Bildern und Videos werden auch Navigationsdaten, Geschwindigkeit und Uhrzeit erfasst. Alle Aufnahmen lassen sich großformatig direkt im Zentraldisplay anzeigen.

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