Pendler und Reisende sollen künftig für Fahrten in Belgien eine digitale Vignette erwerben. Die Einführung betrifft alle Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen.
Wer mit dem Dienstwagen regelmäßig nach Belgien fährt, muss sich auf zusätzliche Kosten einstellen: Belgien plant die Einführung einer Pkw-Maut zum 1. Januar 2027. Darauf haben sich die Regionen Flandern, Wallonien und Brüssel verständigt. Betroffen wären Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen – unabhängig davon, ob sie in Belgien oder im Ausland zugelassen sind. Bislang ist die Nutzung der Straßen für Fahrzeuge unterhalb dieser Gewichtsgrenze kostenfrei. Die endgültige Zustimmung der belgischen Regionen und der europäischen Behörden steht allerdings noch aus.
Geplant sind unterschiedliche Tarife je nach Fahrzeug und Emissionen. Für Elektroautos sind jährlich 90 Euro vorgesehen. Für ältere Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor können bis zu 125 Euro pro Jahr anfallen. Zusätzlich sind Kurzzeitvignetten mit Laufzeiten von 24 Stunden, zehn Tagen sowie einem oder zwei Monaten geplant. Motorräder und Reisebusse sollen ausgenommen sein.
Die Vignette soll über eine elektronische Plattform sowie an Tankstellen erhältlich sein. Die Kontrolle erfolgt über Kamerasysteme. Bei Verstößen ist ein Bußgeld von 70 Euro vorgesehen. (lb)

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