Eurostar will Frankfurt direkt mit London verbinden. Ab 2031 sollen dafür neue Doppelstockzüge mit bis zu 540 Sitzplätzen zum Einsatz kommen.
Für Bahnreisende zwischen Deutschland und Großbritannien ist bislang ein Umstieg erforderlich, beispielsweise in Brüssel oder Paris. Künftig könnte Frankfurt am Main direkt an London angebunden werden. Auch eine neue Verbindung nach Genf ist geplant.
Eurostar hat beim französischen Hersteller Alstom 30 neue Doppelstockzüge bestellt. Für weitere 20 Fahrzeuge besteht eine Option. Die neue Flotte trägt den Namen Celestia und soll ab Mai 2031 kommerziell eingesetzt werden.
Die Fahrzeuge sollen jeweils bis zu 540 Sitzplätze bieten und damit die Kapazität gegenüber den bisherigen Modellen um 20 Prozent erhöhen. Nach Angaben des Betreibers sei die Klimaanlage für Außentemperaturen von bis zu 55 Grad ausgelegt.
Eurostar verbindet derzeit mit 51 Hochgeschwindigkeitszügen mehr als 20 Ziele in Großbritannien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Deutschland. In Deutschland werden unter anderem Köln, Aachen, Düsseldorf, Essen und Dortmund bedient.
Zu den Besonderheiten der Celestia-Züge gehört eine zweistöckige Bar, die für alle Fahrgäste zugänglich sein wird. Eurostar bezeichnete sie gegenüber „Euronews“ als eine der wichtigsten Attraktionen der neuen Züge.
Die genaue Streckenführung der geplanten Verbindung zwischen Frankfurt und London steht noch nicht fest. Der kommerzielle Start der neuen Verbindungen wird für Mai 2031 angestrebt.
Neben Eurostar hat auch die Deutsche Bahn Interesse an einer direkten Bahnverbindung nach Großbritannien bekundet. Für eine Verbindung zwischen Berlin und London gab es laut dem vorliegenden Bericht bereits politische Zustimmung. Weitere Details sind bislang nicht bekannt. (lb)

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