Im ersten Halbjahr 2026 sind die Fahrgastzahlen im öffentlichen Nahverkehr um zwei Prozent gestiegen. Im Fernverkehr ging die Nachfrage dagegen zurück.
Im ersten Halbjahr 2026 nutzten gut 5,7 Milliarden Fahrgäste Busse und Bahnen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Das waren zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Drei Jahre nach Einführung des Deutschlandtickets steigen die Fahrgastzahlen im Linienverkehr damit weiter, wenn auch nur noch leicht. Das bundesweit im Regional- und Nahverkehr gültige Ticket kostet derzeit 63 Euro pro Monat.
Angesichts der rekordhohen Spritpreise wurden zuletzt erneut Forderungen nach einem günstigeren Deutschlandticket laut. Die Bundesregierung setzt stattdessen auf einen erneuten Tankrabatt und einen Spritpreisdeckel.
Anders entwickelte sich die Nachfrage im Fernverkehr. Dort sank die Fahrgastzahl in den ersten sechs Monaten des Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um zwei Prozent auf 75 Millionen.
Im Eisenbahnfernverkehr wurden 69 Millionen Fahrgäste gezählt, drei Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025. Eine Ursache könnten nach Einschätzung der Statistiker witterungsbedingte Beeinträchtigungen des Bahnbetriebs im ersten Quartal gewesen sein.
Der Fernbusverkehr legte dagegen deutlich zu. Rund 5,4 Millionen Fahrgäste nutzten ihn von Januar bis Ende Juni. Das entspricht einem Zuwachs von zehn Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025.

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