Eine brennende Powerbank zwingt einen Lufthansa-Flug zur Zwischenlandung in Lyon. Für Powerbanks an Bord gelten dabei klare Regeln.
Ein Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Lissabon ist am Samstagabend wegen einer brennenden Powerbank außerplanmäßig in Lyon gelandet. Das Gerät gehörte einem Fluggast und war im Bereich eines Sitzes in Brand geraten. An Bord befanden sich 198 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder.
Nach Angaben der Lufthansa reagierte die Besatzung unmittelbar und sicherte die Powerbank in einer dafür vorgesehenen sogenannten Lithium Safe Bag. Aus Sicherheitsgründen entschied sich die Crew anschließend für eine Umleitung nach Lyon.
Dort landete Flug LH1170 gegen 22 Uhr sicher. Die Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden für die Nacht in Hotels untergebracht und für den folgenden Tag auf alternative Flugverbindungen Richtung Lissabon umgebucht.
Powerbanks dürfen bei Lufthansa und vielen anderen Fluggesellschaften nicht im Aufgabegepäck transportiert werden. Hintergrund sind die enthaltenen Lithium-Ionen-Akkus, die sich bei Beschädigungen oder technischen Defekten erhitzen und im schlimmsten Fall entzünden können.
Auf Flügen der Lufthansa-Gruppe dürfen Powerbanks seit Anfang 2026 zudem weder genutzt noch während des Fluges aufgeladen werden. Eine Ausnahme gilt für genehmigte medizinische Geräte.
Auch bei der Aufbewahrung gelten Vorgaben. Powerbanks dürfen bei der Lufthansa-Gruppe nicht in den Gepäckfächern über den Sitzen verstaut werden. Erlaubt sind die Sitztasche des Vordersitzes, das Handgepäck unter dem Sitz oder das Mitführen am eigenen Körper. (dpa/iz)

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