Ryanair senkt das Passagierziel für 2026/27. Um hohe Treibstoffkosten abzufedern, wird das Winterangebot reduziert.
Ryanair erwartet für das Geschäftsjahr 2026/27 nun 214 statt bislang 216 Millionen Fluggäste. Als Grund nennt die Fluggesellschaft die hohen Kosten für Flugtreibstoff, die insbesondere das Wintergeschäft belasten.
Nach Angaben von Ryanair sind rund 80 Prozent des für das Geschäftsjahr benötigten Treibstoffs zu einem Preis von etwa 67 US-Dollar je Barrel abgesichert. Der aktuelle Marktpreis für Flugtreibstoff liege deutlich höher.
Um die Belastung durch die nicht abgesicherten Treibstoffmengen zu begrenzen, will die Airline ihre Kapazitäten im Winterflugplan von November bis März reduzieren. Die Zahl der Passagiere soll in diesem Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr etwa stabil bleiben. Nach Einschätzung des Unternehmens könnten die Winterverluste dadurch um 70 bis 100 Millionen Euro sinken.
Für die Sommersaison 2026 hält Ryanair an ihren Expansionsplänen fest. Bis Oktober sollen mehr als 5 Prozent mehr Passagiere befördert werden. Insgesamt rechnet die Fluggesellschaft in diesem Zeitraum mit rund 145 Millionen Fluggästen.
Sollten die Ölpreise bis zum Sommer 2027 auf hohem Niveau bleiben, könnten nach Einschätzung von Ryanair die Preise im europäischen Kurzstreckenverkehr steigen. Wettbewerber mit geringerer Treibstoffabsicherung könnten zudem gezwungen sein, ihre Kapazitäten zu reduzieren.
Für das Geschäftsjahr 2026/27 erwartet Ryanair weiterhin einen Gewinn, der jedoch unter dem Rekordergebnis des Vorjahres liegen soll. Eine konkrete Gewinnprognose gibt das Unternehmen derzeit nicht ab. (lb)

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