Der Konflikt am Golf treibt die Kosten für Flugreisen nach oben. Internationale Tickets verteuern sich um 8,5 Prozent, auch Pauschalreisen legen zu.
Im ersten Halbjahr sind Flugtickets und Pauschalreisen in Deutschland spürbar teurer geworden. Hauptursache sind gestiegene Kerosinpreise infolge der angespannten Lage im Nahen Osten.
Internationale Flüge kosteten im Durchschnitt 8,5 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Besonders stark fielen die Preiszuwächse bei Auslandsflügen in der Economy-Class aus, vor allem nach Mittelamerika und Europa. Auch Inlandsflüge verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Flüge nach Afrika entwickelten sich entgegen dem Trend und wurden günstiger (minus 12,0 Prozent).
Auslöser der Entwicklung sind gestiegene Ölpreise nach den Angriffen auf den Iran Ende Februar. In der Folge wurde die Straße von Hormus weitgehend blockiert, was die Kosten für Flugbenzin erhöhte. Airlines reagierten mit höheren Ticketpreisen und teils reduzierten Kapazitäten.
Zusätzlich wirkten sich hohe staatliche Gebühren und ein begrenztes Angebot an Flughafenkapazitäten in Deutschland preissteigernd aus. Die Senkung der Luftverkehrsteuer trat erst zu Beginn des zweiten Halbjahres in Kraft und dürfte sich daher erst später in den Preisen bemerkbar machen. (lb)

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