Trotz geringerer Luftverkehrsteuer sinken die Ticketpreise bei Eurowings nicht. Steigende Kosten für Kerosin, Gebühren und Nachfrageentwicklung wirken gegen.
Bei der Lufthansa-Tochter Eurowings werden die Tickets trotz abgesenkter Luftverkehrsteuer nicht billiger.
Zum 1. Juli wird die Luftverkehrsteuer auf Kurzstrecken um 2,50 Euro pro Ticket reduziert. Dennoch bleiben die Ticketpreise stabil. Grund sind laut Eurowings deutlich gestiegene Gesamtkosten, insbesondere für Kerosin, Steuern und Gebühren.
Airline-Chef Max Kownatzki erklärte, diese Faktoren würden gemeinsam den Endpreis für Flüge bestimmen. Die Kostensteigerungen könnten aktuell nur etwa zur Hälfte an Passagiere weitergegeben werden. In den vergangenen zwei Jahren seien die Kosten zweistellig gestiegen, während die Ticketpreise nur einstellig zulegten.
Auch vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs habe Eurowings keine gesonderten Kerosinzuschläge erhoben. Gleichzeitig fordert das Unternehmen Entlastungen bei staatlichen Abgaben und Flughafengebühren, um weiter wachsen zu können.
Die Versorgung mit Kerosin sei für den gesamten Sommerflugplan gesichert, sagte Kownatzki. „Wir werden für einen stabilen Flugbetrieb sorgen, und unsere Gäste können ihren Sommerurlaub mit gutem Gefühl planen.“
Zuvor hatte Unsicherheit über die Treibstoffversorgung die Nachfrage belastet. Diese Zurückhaltung lasse nun nach. Besonders deutlich zeigt sich das am Beispiel Mallorca: Die Buchungen liegen aktuell 9 Prozent über dem Vorjahreszeitraum, nachdem zuvor ein Rückstand von 20 Prozent bestanden habe. Eurowings fliegt das Ziel im Sommer mehr als 400 Mal pro Woche an.