Die Freigabe der generalsanierten Strecke Nürnberg–Regensburg verschiebt sich um drei Wochen. Grund ist die Abnahme der neuen Stellwerkstechnik.
Die Wiederinbetriebnahme der Strecke Nürnberg–Regensburg verzögert sich auf den 31. Juli. Ursprünglich sollte der Betrieb bereits am 10. Juli starten. Laut Deutscher Bahn sind die Bauarbeiten abgeschlossen, aktuell fehlt jedoch noch die Freigabe der neuen Stellwerkstechnik. Bis dahin bleibt es bei Umleitungen und Ersatzverkehr.
Nicht die Bauarbeiten sind die Ursache für die Verschiebung, sondern der sicherheitstechnische Prüfprozess. Ohne abgeschlossene Abnahme kann die Strecke nicht in Betrieb gehen. Die Bahn will daraus Konsequenzen ziehen und insbesondere die Abläufe rund um Planung und Inbetriebnahme künftiger Korridorsanierungen überprüfen.
Der Fahrgastverband Pro Bahn bewertet die Verzögerung als Hinweis auf strukturelle Schwächen bei Generalsanierungen. Bundesvorsitzender Prof. Lukas Iffländer verweist darauf, dass bereits frühere Projekte durch ausstehende Abnahmen der Leit- und Sicherungstechnik verzögert worden seien. Das Problem liege damit weniger auf der Baustelle als vielmehr im Zulassungs- und Prüfprozess.
Pro Bahn fordert daher, die Abnahme neuer Stellwerkstechnik breiter aufzustellen. Neben Herstellern sollten auch Prüfer der DB InfraGo sowie externe Planungsbüros stärker eingebunden werden. Zudem spricht sich der Verband für Anpassungen bei Ausbildung und Zulassung von Prüfsachverständigen sowie bei regulatorischen Vorgaben aus. (lb)

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