Fliegen ohne ständiges Ausweisdokument: Der Bundestag macht den Weg für eine freiwillige digitale Abfertigung per Gesichtserkennung frei.
Weniger Wartezeit, weniger Dokumentenkontrollen: Die neue digitale Option soll Abläufe am Flughafen beschleunigen. Airports und Fluggesellschaften dürfen dafür künftig bestimmte Daten aus Reisepässen und Personalausweisen auslesen. Die Nutzung bleibt für Passagiere freiwillig.
Konkret soll zu Beginn am Flughafen ein Foto erstellt werden. Anschließend können Reisende per Gesichtserkennung verschiedene Stationen wie Check-in, Gepäckaufgabe, Sicherheitskontrolle und Boarding durchlaufen, ohne jedes Mal Ausweisdokumente vorzeigen zu müssen.
Die Daten müssen spätestens drei Stunden nach Abflug gelöscht werden. Das Verkehrsministerium betonte, dass Fluggäste weiterhin auch die herkömmliche Abfertigung als gleichwertiges Verfahren nutzen können.
Aus der Opposition kam Kritik: Wer die digitale Abfertigung nicht nutzt, dürfe dadurch keine Nachteile haben – etwa durch längere Wartezeiten oder zusätzliche Gebühren.
Zudem wurde bemängelt, dass für eine im Entwurf angenommene Zeitersparnis von einer Minute je Fluggast sensible Daten an gewinnorientierte Unternehmen statt an staatliche Stellen gegeben würden.