Die Iata bekommt eine neue Generaldirektorin: Ab November 2026 übernimmt Saadia Zahidi die Führung des internationalen Airline-Verbands.
Die Internationale Luftverkehrsvereinigung (Iata) hat Saadia Zahidi zur neuen Generaldirektorin ernannt. Sie tritt ihr Amt am 1. November 2026 an und folgt auf Willie Walsh, der den Verband seit 2021 geführt hat. Bis zu ihrem Amtsantritt leitet Finanzchefin Sandrine Le Borgne die Organisation kommissarisch.
Saadia Zahidi wechselt vom World Economic Forum (WEF) zur Iata. Dort arbeitete sie mehr als 20 Jahre in verschiedenen Führungspositionen. Zuletzt gehörte sie als Managing Director dem Management Board an. Außerdem leitete sie das Centre for the New Economy and Society. Das Zentrum befasst sich unter anderem mit den Auswirkungen technologischer Entwicklungen auf Wirtschaft und Arbeitsmärkte.
Mit der Ernennung Zahidis setzt die Iata auf eine Führungskraft, die ihre Erfahrung außerhalb der Luftfahrtbranche gesammelt hat. Anders als viele ihrer Vorgänger kommt sie nicht aus einer Fluggesellschaft.
Der Iata-Verwaltungsrat entschied sich für Zahidi als Nachfolgerin von Willie Walsh. Er übernimmt nach seinem Austritt Ende Juli die Leitung der indischen Fluggesellschaft Indigo. Er stand seit 2021 an der Spitze der Organisation. Mit Zahidis Amtsantritt führt erstmals eine Frau den internationalen Airline-Verband.
Nach eigenen Angaben vertritt die Iata mehr als 370 Fluggesellschaften. Diese Airlines stehen für rund 85 Prozent des weltweiten Luftverkehrs. Der Verband entwickelt internationale Standards für die Branche. Außerdem vertritt er die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Regierungen und internationalen Organisationen. Darüber hinaus koordiniert die Iata verschiedene Brancheninitiativen.
Wenn Zahidi ihr Amt übernimmt, stehen für die Luftfahrt weiterhin große Aufgaben an. Die Branche will ihre CO₂-Emissionen senken und den Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe ausbauen. Gleichzeitig treiben Fluggesellschaften die Digitalisierung voran und müssen auf geopolitische Entwicklungen reagieren. Die Iata begleitet diese Themen und vertritt dazu die Positionen ihrer Mitgliedsunternehmen. (lb)

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