Ob Tagestrip, Messe oder Langstreckenflug: Wer für eine Geschäftsreise packt, braucht System. Eine Packliste hilft dabei, nichts zu vergessen.
Wer beruflich reist, packt nicht nur für die Reise selbst, sondern auch für Termine vor Ort. Neben Kleidung und Reiseunterlagen gehören deshalb oft Laptop, Ladekabel, Präsentationsmaterialien oder weitere Arbeitsunterlagen ins Gepäck. Was tatsächlich in die Tasche gehört, hängt vor allem von Reisedauer, Verkehrsmittel und Anlass ab.
Welche Tasche die richtige ist, hängt vor allem von Reisedauer, Verkehrsmittel und Anlass ab. Für einen Kundentermin per Bahn reicht oft eine Aktentasche oder ein Businessrucksack. Bei mehrtägigen Reisen ist ein Handgepäck-Trolley meist praktischer. Wer länger unterwegs ist oder mehrere Ziele ansteuert, sollte gegebenenfalls Aufgabegepäck einplanen.
Für kurze Dienstreisen von wenigen Stunden oder einem Tag, etwa mit der Bahn zu einem Kundentermin, eignen sich eine Aktentasche oder ein hochwertiger Businessrucksack. Darin lassen sich Laptop, Unterlagen und die wichtigsten Utensilien für den Reisetag verstauen, ohne dass das Gepäck zu groß wirkt.
Für Reisen von bis zu drei Tagen ist ein gepflegter Handgepäck-Trolley meist die beste Wahl. Je nach Modell fasst er etwa 35 bis 50 Liter und entspricht häufig den Größenvorgaben der Airlines. Wer nur mit Handgepäck reist, spart Zeit beim Check-in und am Gepäckband und senkt das Risiko, dass Gepäck verloren geht.
Praktisch ist die Kombination aus Trolley und persönlichem Gegenstand, etwa einer Laptoptasche oder einem Rucksack. Bei vielen Airlines ist ein solches zusätzliches Gepäckstück vorgesehen. Auch bei Zugreisen bietet diese Kombination genügend Stauraum und bleibt trotzdem gut handhabbar.
Wer am Zielort mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist oder längere Wege zum Termin zurücklegt, fährt mit einem Rucksack oft besser. Die Hände bleiben frei und die Wege durch Bahnhof, Flughafen oder Innenstadt sind bequemer. Wichtig ist, dass der Rucksack gepflegt wirkt und zum beruflichen Anlass passt.
Bei längeren Geschäftsreisen, mehreren Stationen oder unterschiedlichen klimatischen Bedingungen kann sich Aufgabegepäck lohnen. Wichtige Dokumente, Technik, Medikamente und andere unverzichtbare Dinge sollten dennoch immer ins Handgepäck. So bleiben sie auch dann griffbereit, wenn aufgegebenes Gepäck verspätet ankommt oder verloren geht.
Vor jeder Geschäftsreise sollten Reisende prüfen, ob Ausweisdokumente gültig sind und welche Einreisevorgaben für das Zielland gelten. Je nach Land kann etwa eine bestimmte Restgültigkeit des Reisepasses vorgeschrieben sein, häufig von mindestens sechs Monaten über das Reiseende hinaus. Sinnvoll ist außerdem ein Blick in die Reisehinweise des Auswärtigen Amts sowie in die Dienstreisevorgaben des Arbeitgebers.
Welche Dokumente benötigt werden, hängt vom Reiseziel und vom Verkehrsmittel ab. Dazu zählen etwa Reisepass oder Personalausweis, Boardingpass oder Zugticket, ein Visum oder eine elektronische Einreisegenehmigung sowie Buchungsbestätigungen für Hotel, Mietwagen oder Anschlussverbindungen. Auch ein Notfallkontakt des Arbeitgebers sollte griffbereit sein.
Bei beruflichen Reisen ins EU- oder EWR-Ausland sowie in die Schweiz kann außerdem eine A1-Bescheinigung erforderlich sein. Sie weist nach, dass die reisende Person weiterhin in Deutschland sozialversichert ist. Unternehmen sollten deshalb vorab klären, ob eine solche Bescheinigung für die jeweilige Reise nötig ist.
Für Kundentermine, Präsentationen, Konferenzen oder Messen gehören außerdem alle benötigten Arbeitsunterlagen ins Gepäck, digital und bei Bedarf auch ausgedruckt. Visitenkarten sind zwar weniger verbreitet als früher, können aber je nach Branche und Zielland weiterhin sinnvoll sein. In Ländern wie China oder Japan spielen sie im geschäftlichen Umgang nach wie vor eine wichtige Rolle.
Zur technischen Grundausstattung auf Geschäftsreisen gehören Smartphone, gegebenenfalls Diensthandy, Laptop sowie die passenden Ladekabel. Bei Auslandsreisen kann außerdem ein Steckdosenadapter nötig sein. Kopfhörer oder ein Headset sind sinnvoll, wenn unterwegs telefoniert oder an Videokonferenzen teilgenommen wird.
Wer am Zielort länger mobil arbeitet, sollte je nach Bedarf auch Maus, externe Tastatur oder weiteres Zubehör einplanen. Für Präsentationen können Adapter für Monitore, Beamer oder Konferenztechnik erforderlich sein. Bei Reisen außerhalb des EU-Roamingbereichs kann zudem eine eSIM sinnvoll sein.
Eine Powerbank hilft, Smartphone oder andere Geräte an langen Reisetagen einsatzbereit zu halten. Bei Flugreisen sollte sie im Handgepäck transportiert werden. Bis 100 Wattstunden sind Powerbanks in der Regel ohne vorherige Genehmigung erlaubt; höhere Kapazitäten sollten vorab mit der Airline geprüft werden.
Auch Datensicherheit gehört zur Reisevorbereitung. Viele Unternehmen machen Vorgaben zur Nutzung von VPN-Zugängen, Blickschutzfolien oder sicheren Verbindungen im öffentlichen WLAN. Geschäftsreisende sollten diese Regeln vor der Reise prüfen und die nötige Technik entsprechend vorbereiten.
Während früher auf vielen Geschäftsreisen noch Anzug und Kostüm erwartet wurden, hat sich der Stil in der Geschäftswelt gewandelt. Business-Casual ist deutlich gängiger als früher und auch gepflegte Sneaker können heute als Outfit bei einem Kundentermin durchgehen.
Praktisch sind Kleidungsstücke, die sich gut miteinander kombinieren lassen. Für Reisen von drei bis vier Tagen können beispielsweise zwei Hosen oder Röcke, drei Oberteile und ein bis zwei Sakkos oder Blazer ausreichen. So entstehen mehrere Outfits, ohne dass zu viel Gepäck mitgenommen werden muss.
Für Kundentermine, Konferenzen oder Abendveranstaltungen sollten ein bis zwei formellere Kombinationen eingeplant werden. Knitterarme Stoffe erleichtern das Packen und sparen Zeit am Zielort. Schuhe sollten nicht nur zum Anlass passen, sondern auch bequem genug für längere Wege durch Bahnhof, Flughafen oder Messegelände sein.
Bei längeren Reisen kann zusätzliche Kleidung sinnvoll sein, etwa weitere Oberteile, ein zweites Paar Schuhe oder Freizeit- und Sportkleidung. Wer eine Woche oder länger unterwegs ist, sollte außerdem prüfen, ob Wäsche- oder Reinigungsservices im Hotel genutzt werden können.
Auch Hygieneartikel und eine kleine Reiseapotheke gehören auf die Packliste. Dazu zählen je nach Bedarf Zahnbürste, Deo, Shampoo in Reisegröße, Rasierzeug, Make-up, Ohrstöpsel oder Schlafmaske. In die Reiseapotheke gehören unter anderem Schmerzmittel, Pflaster sowie Mittel gegen Magen-Darm-Beschwerden oder Reisekrankheit.
Wer regelmäßig verschreibungspflichtige Medikamente einnimmt, sollte ausreichend Vorrat für die Reisedauer und einen kleinen Puffer einplanen. Bei internationalen Reisen empfiehlt es sich, vorab zu prüfen, ob für die Mitnahme der Medikamente besondere Vorgaben gelten. Ein englischsprachiges Attest kann vor allem bei der Mitnahme im Handgepäck sinnvoll sein.
Je nach Reisedauer und Ziel unterscheiden sich die Anforderungen an das Gepäck, weshalb eine Packliste bei der Vorbereitung hilft:
Tagestrip:
Mehrtägige Reise:
Internationale Reise:
Reisezeit, die auf Weisung des Arbeitgebers entsteht, kann als Arbeitszeit zu werten sein. Für das Packen gilt das jedoch nicht automatisch. Wer zuhause Kleidung und Hygieneartikel für eine Geschäftsreise in den Koffer legt, erledigt damit in der Regel private Vorbereitung.
Anders kann es aussehen, wenn das Packen ausdrücklich auf Anweisung des Arbeitgebers erfolgt, etwa wenn im Büro Messematerialien, Arbeitsunterlagen oder technisches Equipment vorbereitet werden müssen. Dann kann diese Vorbereitungszeit als Arbeitszeit gelten. In Dienstreiserichtlinien lässt sich festhalten, welche Vor- und Nachbereitungszeiten rund um Geschäftsreisen als Arbeitszeit berücksichtigt werden.

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