Der CDU-Politiker Steffen Bilger leitet künftig das Bundesverkehrsministerium. Auf ihn warten vor allem bei Schiene und Infrastruktur große Aufgaben.
Der 47-jährige CDU-Politiker Steffen Bilger ist neuer Bundesminister für Verkehr. Er wurde von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ernannt und folgt auf Patrick Schnieder. Die Vereidigung vor dem Bundestag soll nach der Sommerpause erfolgen.
Bilger kehrt damit an ein Ministerium zurück, das er bereits gut kennt. Von 2018 bis 2021 war der Jurist Parlamentarischer Staatssekretär unter dem damaligen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Damals war er unter anderem als Koordinator der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik zuständig. Seit 2009 gehört Bilger dem Deutschen Bundestag an und vertritt den Wahlkreis Ludwigsburg. Er war Mitglied des Verkehrsausschusses und zuletzt Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Als neuer Verkehrsminister übernimmt Bilger ein Ressort mit großen Herausforderungen. Vor allem die Schiene braucht weiterhin viel Aufmerksamkeit. Im Mittelpunkt stehen die Sanierung des Schienennetzes und die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur. Gleichzeitig soll die Deutsche Bahn wieder zuverlässiger werden. Parallel dazu läuft die Generalsanierung wichtiger Bahnstrecken weiter und wird den Zugverkehr noch mehrere Jahre beeinflussen.
Auch der Aus- und Neubau der Infrastruktur bleibt eine wichtige Aufgabe. Dafür muss der Bund die Finanzierung langfristig sichern. Neben der Schiene geht es dabei auch um Autobahnen, Bundesstraßen und Brücken.
Außerdem will das Ministerium weitere Reformen vorantreiben. Geplant sind Änderungen bei den Trassenpreisen im Schienenverkehr. Auch das Fahrerlaubnisrecht soll reformiert werden. Ziel ist es, den Führerschein günstiger zu machen. (lb)

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