Mazdas elektrische Limousine 6e bekommt mit dem CX 6e einen Crossover zur Seite gestellt. Der Stromer soll gerade bei Geschäftskunden punkten.
Produziert wird der CX 6e wie auch die Limousine 6e im chinesischen Nanjing. Dort gibt es seit mittlerweile 20 Jahren eine Kooperation zwischen Mazda und Changan. Die europäischen und auch die deutschen Vertreter von Mazda betonen in diesem Zusammenhang nachdrücklich, dass ein Team aus Europa, Japan und China für die Entwicklung des CX 6e verantwortlich war. Dabei hätten vor allem die Bedürfnisse und Ansprüche der europäischen Kunden eine wichtige Rolle gespielt.
Es könnte der chinesische Einfluss sein, der zur deutlichen Reduzierung der physischen Bedienelemente geführt hat. So können beispielsweise die Außenspiegel lediglich über das mit 26 Zoll riesige Touch-Display verstellt werden. Auch auf eine Instrumentenanzeige vor dem Lenkrad wurde verzichtet. Geschwindigkeit und andere Informationen sind entweder im oberen Bereich des großen Displays oder im serienmäßigen Head-up-Display abzulesen. Eine derartige Ausrichtung ist ansonsten eher von chinesischen Herstellern bekannt.






Ansonsten aber zeigt der Mazda CX 6e tatsächlich jede Menge europäische Züge. Die im Innenraum eingesetzten Materialien wirken hochwertig. Die elektrisch verstell- und beheizbaren Sitze mit integrierten Kopfstützen sind fest gepolstert und geben guten Halt. Das beheizbare Lenkrad ist unten abgeflacht und liegt gut in der Hand.
Auf der Rückbank gibt es aufgrund des Radstands von 2,90 Metern viel Platz sowohl für die Beine als auch über dem Kopf. Auch unter den Vordersitzen bleibt genug Platz für die Füße der Fondpassagiere. Zusammen mit dem Panorama-Glasdach sorgt das für ein angenehmes Raumgefühl. Dazu kommen zahlreiche Ablagen und große Türfächer für Flaschen.
Der Kofferraum fasst unter der Gepäckraumabdeckung 363 Liter, bis zum Dach sind es 468 Liter. Werden die hinteren Lehnen umgeklappt, stehen maximal 1.434 Liter zur Verfügung. Und unter der vorderen Haube gibt es einen 80 Liter großen Frunk. Da kann nicht nur das Ladekabel, sondern auch ein Trolley untergebracht werden. Bei Bedarf kann der Wagen 1,5 Tonnen an den Haken nehmen. Die Stützlast beträgt 75 Kilogramm.
Angetrieben wird der Mazda CX 6e von einem 190 kW beziehungsweise 258 PS starken Permanentmagnet-Synchronmotor über die Hinterräder. Die wichtigsten Leistungsdaten im Überblick:
In der Praxis dürften Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit allerdings eher selten eine Rolle spielen. Die Energie speichert der CX 6e in einer Lithium-Eisenphosphat-Batterie, kurz LFP, mit 78 kWh Kapazität.
Der Strom soll bei einem WLTP-Verbrauch von 18,9 kWh für maximal 484 Kilometer reichen. Nach unseren in gelassenem Tempo zurückgelegten Testfahrten zeigte der Bordcomputer sogar nur 18,3 kWh an. Für einen Crossover dieser Größe ist das ein bemerkenswert niedriger Wert.
Die DC-Ladeleistung liegt bei maximal 200 kW. Damit gelingt es bei besten Bedingungen, den Akku in 24 Minuten von zehn auf 80 Prozent mit frischer Energie zu versorgen. Das ist vergleichbar mit vielen Mitbewerbern.
Optisch setzt sich der Mazda CX 6e jedoch deutlich von den Mitbewerbern ab. Besonders prägend ist die Frontpartie mit dem großen Mazda-Flügel, der als Lichtband schwungvoll die beiden schmal gezeichneten Scheinwerfer verbindet.
Das nach hinten leicht abfallende Dach und die sanft ansteigende Schulterlinie vermitteln eine sportliche Coupénote. Betont wird die Coupéform durch die sehr breit ausgeführten C-Säulen. Sie sind aus Gründen der Aerodynamik nicht mit den hinteren Seitenscheiben verbunden. Der schmale Schlitz lässt die Luft während der Fahrt zum mit einer großen Scheibe bestückten Heck strömen.
Trotz der eingangs genannten Kritikpunkte hinterlässt der Mazda CX 6e insgesamt einen guten Eindruck. Dazu trägt auch die umfangreiche Serienausstattung der beiden angebotenen Versionen bei:
Der Mazda CX 6e kostet netto 42.008 Euro. Für Geschäftskunden und Flottenbetreiber soll es laut Geschäftsführer Bernhard Kaplan zudem attraktive Leasingangebote geben.

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